INTRO & AKTUELLES
Was bewegt mich gerade im Kontext der eigenen Aufarbeitung - des Unrechts, das mir in der DDR widerfahren ist?
Was gibt es Neues in der "Aufarbeitungs-Szene"? - und das meine ich hier absolut nicht despektierlich. Welche Veranstaltungen oder Publikationen kann ich empfehlen?
Hier soll Platz für solcher Art Notizen sein. Kein Blog - aber so etwas wie eine News-Seite.
Schau´n wir mal!
September 2026
Heute mal ein Buchtipp, der sehr aktuell zur derzeitigen Situation rund um die Wahl in Sachsen-Anhalt passt:
Matthias Brandt - "NEIN SAGEN", Verlag Kiepenheuer & Witsch
Den Ausschlag, sich mit diesem auf seiner Rede basierenden Buch politisch zu äußern, gaben für Matthias Brandt die bedrohliche Wiederkehr des Rechtsextremismus und die Wahlerfolge der AfD. Die denkwürdige Rede hielt Brandt 2025 zur Erinnerung an die Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944 in der Gedenkstätte Berlin-Plötzensee. Das Buch handelt über den Mut, Nein zu sagen.
August 2026
Wir basteln derzeit in unserem ZEITZEUGENATELIER an Anträgen auf Fördergelder für unsere Projekte, machen Öffentlichkeitsarbeit und bereiten uns auf die Geschichtsmesse in Suhl im Februar 27 vor.
Parallel kam mir eine Projektidee. Dafür habe ich zwei alte Beirette Fotoapparate erstanden und tüfftele jetzt daran, wie ich meine Gedanken aufs Fotopapier bringe. Ich bin gespannt ;-)
Und was mich noch bewegt und auch ärgerlich macht: Was gibt es gerade Mitte August für tolle "Fensterreden" von PolitikerInnen zum Mauerfall. Die Zeitzeugenarbeit wird beworben und gehuldigt. In der Praxis sieht die Unterstützung für eine Gruppe wie uns sehr verhalten aus. Es gibt tausend Gründe, warum nicht mal hundert Euro Druckkostenzuschuss von offiziellen Stellen gezahlt werden können. Gemeinsame Zeitzeugen- und Demokratiearbeit sieht für mich anders aus.
Aber ich darf das so offen sagen, und das ist ein unschätzbarer Wert!
FREIHEIT und DEMOKRATIE - dafür lohnt es sich immer und immer wieder einzustehen und zu kämpfen!
Juli 2026
Unser ZEITZEUGENATELIER wurde in der Zwischenzeit als AG in die UOKG aufgenommen, so dass wir offiziell unsere Arbeit gestartet konnten.
Der Fokus liegt derzeit in der "Bewerbung" unseres Online-Kunst-Projektes www.aufarbeitungswerkstatt.de und der Beantragung möglicher Fördermittel für unsere nächsten Vorhaben. Das gestaltet sich bei schwieriger als gedacht. Das spornt uns an!
Juni 2026
Unsere neue Arbeitsgruppe steht und hat auch schon einen Namen und ein eigenes Logo.
Das "ZEITZEUGENATELIER | An der Schmerzgrenze" geht als Folgeprojekt zum Aufarbeitungsprojek www.aufarbeitungswerkstatt.de mit vier Zeitzeugen an den Start.
Am 20. Juni stellen wir uns offiziell für weitere Kooperationsideen bei der UOKG in Berlin vor.
Mal schauen, welche Rückmeldungen wir auf unsere Idee des ZEITZEUGENATELIERS bekommen.
Mai 2026
Wie geht es nun weiter?
Ich bin mit einer eigenen Website für meine Zeitzeugenarbeit gestartet - www.zeitzeugin-die-f.de. Die Seite ist längst noch nicht fertig und wird sich entwickeln, so wie ich mich im Thema und auch sonst jeden Tag weiterentwickele.
Und da ist unsere Schreib- und Aufarbeitungsgruppe. Wir haben drei Jahre an dem Aufarbeitungsprojekt "An der Schmerzgrenze" zusammengearbeitet. Wir sind uns über die Arbeit vertraut geworden und vertrauen uns, soweit und tief das bei unseren Biografien möglich ist. Wir möchten weitere (Kunst)Projekte zusammen gestalten und arbeiten gerade an einer neuen Arbeitsebene für uns.
Total spannend!
April 2026
Das Aufarbeitungsprojekt "An der Schmerzgrenze" ist fertig und in der Welt.
Wir, die beteiligten Zeitzeugen, haben es in Berlin in der Bundesstiftung für Aufarbeitung vorgestellt. Es gab viel gutes und wertschätzendes Feedback - vor und nach der Veranstaltung. Das hat uns bestätigt, dass unser Format etwas Neues ist und die Herzen berührt.
